„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, sagte Helmut Schmidt. Visionen können etwas Gutes sein, ein Zeichen von Kreativität. Es hängt aber auch ganz von der Person des Visionärs oder der Visionärin ab. Nicht Realitätsverlust wäre angezeigt, sondern die Kreation zukünftiger, humanerer Realitäten. Bei der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock kann man da nicht ganz sicher sein. „Ich nehme die Realität komplett anders wahr“, sagte sie unlängst. Solche „altered states of consciousness“ könnten gefährlich werden, wenn der geistig Verrutschten Macht in die Hände fällt. Vieles an Baerbocks Äußerungen deutet darauf hin, dass sie der Nation einen „Bewusstseinssprung“ verordnen wird. Veränderungsaktionismus, die Auflösung von Traditionen und Identitäten und die These, dass die Menschheit den Willen der Natur zu exekutieren habe, könnten zu diesem Umgestaltungsprogramm gehören. Das ist besorgniserregend. Denn nur weil es eine Neue in der Anstalt gibt, heißt das nicht, dass es dort gesund zugeht.

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