Als regelmäßiger, aufmerksamer und kritischer Nutzer unserer gemeinsam finanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten muss einem in diesen Zeiten auffallen, dass nicht viel von den blumigen Worten des Rundfunkstaatsvertrages, die eben dem Wirken der ÖRR zugrundeliegen sollen, betreffs der geforderten Inhalte wie Vielfalt, Unterschiede, Staatsferne geblieben ist. Die Maschinerie der Durchsetzung der Meinung und Vorgaben des herrschenden Mainstreams läuft auf Hochtouren und das umso schneller und heftiger, je mehr sich Widerspruch regt. Deutschlandfunk Kultur ist mir als Bürger eigentlich angenehm – ein buntes Angebot beinah alternativ zum Formatradio-Einerlei sollte es sein, so die Werbung. Doch auch hier ist zu vernehmen: eine enorm kräftige Meinungsmache, ein permanentes Basta versus andere Auffassungen selbst in so genannten Pro-und-Contra-Kommentaren. Das empört. Von Frank Blenz .
Ohne Wimpernzucken schreibt und redet ein Kommentator des Deutschlandfunk Kultur davon, dass seine Freundin die Konsequenzen ihres Handelns und Denkens selbst tragen solle. Ganz zu schweigen davon, wie der Mann davor über seine Kinder schreibt. Beim Zuhören kam der Gedanke, seinen Worten entgegenzutreten, denn es gibt zu viele wie diesen Autor, die mitschwimmen und dann treten und schlagen, wenn man gegen ihren Strom schwimmt. Bitte Deutschlandfunk, handelt nach dem Staatsvertrag: Wie wäre es mit dem Mainstream widersprechenden Wortmeldungen vs. dem Mainstream? Dann wäre es staatsfern, pluralistisch und souverän.

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