„Deutschland, verraten und verkauft“ – das ist der Titel des gerade erschienenen Buches von Wolfgang Bittner. Anfangs erschreckte mich diese unverblümte Benennung eines bedenklichen und eigentlich inakzeptablen Zustandes. Konnte man so etwas über ein Land sagen, das zu den mächtigsten Industriestaaten der Welt gehört, das zu den führenden Ländern der westlichen Wertegemeinschaft zählt und von einer Frau regiert wird, die vom US-Magazin »Forbes« gerade zum zehnten Mal zur „mächtigsten Frau der Welt“ gekürt worden war? Von Winfried Wolk.
Nun mag das Letztere nicht wirklich etwas bedeuten, hatte doch genau zu dem Zeitpunkt, als Bittners Buch auf den Markt kam, diese „Mächtigste“ mit ihrer Bitte um Verzeihung für eine getroffene Entscheidung das offensichtlich dilettantische Agieren der politischen Eliten unseres Landes offenbart und damit selbst die Notwendigkeit einer solch kritischen Auseinandersetzung mit den politischen und gesellschaftlichen Zuständen im Lande gerechtfertigt, genauso, wie Wolfgang Bittner das in seinem neuesten Buch getan hat.
