Ukrainische Marineboote.Foto: Tass/dpa +++ dpa-Bildfunk +++/dpa
Die neuesten Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine im Überblick.
+++ Newsticker +++
10:22 Uhr: Russisches Kriegsschiff zerstört – meldet ukrainische Marine
Die ukrainische Marine hat nach eigenen Angaben ein im Hafen von Berdjansk vor Anker liegendes russisches Kriegsschiff zerstört. Auf Facebook veröffentlichte das Militär am Donnerstag eine Nahaufnahme des Truppentransporters „Orsk“ sowie zwei Fernaufnahmen, auf denen ein in Brand stehendes Schiff im Hafen von Berdjansk zu sehen ist. Ob es sich dabei um die „Orsk“ handelt, war nicht eindeutig erkennbar.
Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass hatte unter Berufung auf das Verteidigungsministerium berichtet, die „Orsk“ sei am 21. März das erste Schiff der Schwarzmeerflotte gewesen, das in der eingenommenen ukrainischen Hafenstadt Berdjansk eingelaufen sei. „Die Ankunft dieses großen Landungsschiffes“ sei ein „wichtiges Ereignis, das logistische Möglichkeiten im Schwarzen Meer eröffnet“, wurde in dem Bericht ein russischer Flottenoffizier zitiert. Die „Orsk“ kann demnach 1.500 Tonnen Ladung transportieren und brachte gepanzerte Fahrzeuge in die Ukraine.
Berdjansk liegt südwestlich der seit Wochen belagerten Stadt Mariupol am Asowschen Meer. Die kleinere Hafenstadt war wie das weiter westlich gelegene Cherson kurz nach Beginn des Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar von russischen Truppen eingenommen worden.
A ship is reportedly on fire at Berdyansk port in Russian occupied southern-Ukraine on the Sea of Azov coast pic.twitter.com/Puw7sLYipu
— ELINT News (@ELINTNews) March 24, 2022
7:53 Uhr: Russische Medienaufsicht schränkt Zugang zu Google News ein
Die russische Medienaufsichtsbehörde hat den Zugang zu Google News eingeschränkt. Die Entscheidung sei auf einen Antrag der russischen Generalstaatsanwaltschaft hin erfolgt, teilte die Behörde Roskomnadsor am Mittwoch laut russischen Nachrichtenagenturen mit. Google News habe „Zugang zu zahlreichen Publikationen und Materialien geboten, die falsche Informationen“ über den Verlauf von Russlands „besonderem Militäreinsatz auf ukrainischem Gebiet enthielten“, hieß es in der Mitteilung.
Google bestätigte, „dass einige Menschen in Russland Schwierigkeiten beim Zugriff auf die Google News App und die Website haben und dass dies nicht auf technische Probleme unsererseits zurückzuführen ist“.
7:35 Uhr: Russland weist US-Diplomaten aus
Russland hat am Mittwoch die Ausweisung mehrerer US-Diplomaten bekannt gegeben. Eine Liste mit den Namen der US-Diplomaten, die zu unerwünschten Personen erklärt worden seien, sei dem Leiter der US-Vertretung überreicht worden, der ins Außenministerium einbestellt worden sei, teilte das Ministerium in Moskau mit.
Es handele sich um eine Reaktion auf die Ausweisung von zwölf russischen Diplomaten bei der UNO in New York. Das US-Außenministerium bestätigte den Erhalt der Liste aus Moskau.
Die US-Seite habe „einen entschiedenen Hinweis“ erhalten, „dass jede feindliche Aktion der Vereinigten Staaten gegen Russland mit einer entschlossenen und angemessenen Antwort erwidert wird“, erklärte das russische Außenministerium.
Die USA hatten Anfang März die Ausweisung von zwölf russischen UN-Diplomaten wegen Spionagevorwürfen angekündigt. Die bei der russischen UN-Vertretung in New York angesiedelten „Geheimagenten“ hätten sich an „Spionagetätigkeiten“ beteiligt, „die unserer nationalen Sicherheit entgegenstehen“, erklärte die US-Vertretung bei der UNO.
Russlands Botschafter in Washington, Anatoli Antonow, verurteilte die Ausweisung als „feindlichen Akt gegen unser Land“.
(dts/afp/dpa/red)

