So viel Narrenfreiheit war nie. Der Tesla-Chef hat eine verrückte Idee nach der anderen und setzt sie allesamt einfach mal um. Dass seine Innovationen zumeist die ganze Menschheit betreffen, ihr schaden oder sie vielleicht ins Verderben stürzen, stört ihn so wenig wie die politischen Eliten dieser Erde, die seinem Treiben verzückt zuschauen. Auch sein Starlink-Projekt hat das Zeug zum Overkill: Der Klimakollaps könnte beschleunigt, die Ozonschicht beschädigt und der Weltraum zugemüllt werden, bis es kein Durchkommen mehr gibt. Und bei tagheller Nacht gucken Sternengucker vielleicht bald in die Röhre. Es reicht mit so viel Reichtum, findet Ralf Wurzbacher.
Lust auf Lichterkette? Nicht nur zu Weihnachten, sondern das ganze Jahr über? Elon Musk macht’s möglich. Wobei sich der Hightechpionier nicht mit Funzeln nach Art eines Christbäumchens begnügt. Als Multimilliardär denkt er in größeren Maßstäben, bevorzugt in überirdischen. Er überspannt gleich den gesamten Planeten mit gigantischen Perlencolliers, die bei Nacht lamettagleich das Firmament erglitzern lassen. Dabei leuchten die Tupfer nicht von sich aus. Als lupenreiner Ökologe leiht sich Musk für sein Spektakel die Kraft der Sonne, deren Schein er in Tausenden Bündeln zum Staunen der Menschen zu Boden schickt.
