In der „größten Gesundheitskrise“ ist Gesundheit praktisch kein Thema. Statt über ihren Erhalt, über Prävention zu reden, darüber, wie man einer Corona-Infektion vorbeugen oder einen schweren Krankheitsverlauf verhindern kann, verordnen die Lockdown-Missionare „Therapien“, die nur mehr Leid und Schaden anrichten. Als Psychoneuroimmunologe plädiert Christian Schubert von der Medizinischen Universität Innsbruck für eine ganzheitliche Medizin, die Körper und Geist als Einheit und seelisches Wohlbefinden als Schlüsselfaktor für ein starkes Immunsystem begreift. Dagegen zehrten pausenlose Angst und Panik die natürlichen Abwehrkräfte aus. Im Interview mit den NachDenkSeiten beklagt der gebürtige Oldenburger die „desaströsen“ Folgen einer Krisenpolitik, die auf ein Virus stiert und darüber den Menschen übersieht. Mit ihm sprach Ralf Wurzbacher.Zur Person: Christian Schubert, Jahrgang 1961, ist Arzt, Klinischer Psychologe und Gesundheitspsychologe sowie Psychotherapeut an der Klinik für Medizinische Psychologie der Medizinischen Universität Innsbruck. Dort hat er 1996 das Labor für Psychoneuroimmunologie (PNI) gegründet. Seit 2005 leitet er außerdem die diesbezügliche Arbeitsgruppe des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin (DKPM). Bis vor kurzem war er Vorstandsmitglied der Thure von Uexküll-Akademie für Integrierte Medizin (AIM). Neben einer Vielzahl an Beiträgen in nationalen und internationalen Fachzeitschriften waren zuletzt im Dezember 2020 von ihm erschienen: „Das Unsichtbare hinter dem Sichtbaren: Gesundheit und Krankheit neu denken.“ sowie im August 2016: „Was uns krank macht – was uns heilt: Aufbruch in eine neue Medizin.“
