Tagein, tagaus erhalten wir Informationen zum Inzidenz-Geschehen. Keine Tagesschau, in der nicht der 7-Tage-Inzidenzwert verkündet würde. Dieser Wert entscheidet maßgeblich über alle Auflagen und Einschränkungen, denen unser Leben unterliegt, demnächst wohl auch bundeseinheitlich. Der folgende Artikel beschäftigt sich nicht mit der Frage, wie verlässlich ein positives Testergebnis ist und wie vertrauenswürdig infolgedessen die Inzidenz-Fallzahlen sind. Dass der Test nichts über eine Infektion aussagt, ist hinreichend bekannt. Auch soll es nicht darum gehen, ob falsch positive Ergebnisse die Inzidenz aufblähen. Vielmehr beleuchtet der Autor Orte mit hoher und geringer Inzidenz etwas näher. Die verquere Logik des Inzidenzwerts zeigt uns, warum es im nordfriesischen Gröde mitunter viel gefährlicher ist als im Hongkonger Yuen Long District. Während in Deutschland dünn besiedelte Gemeinden, scheinbar vom Virus erdrückt, zu Mega-Hotspots deklariert werden, vermissen wir die großen Ausbrüche in den am dichtesten besiedelten Gegenden der Erde.

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