Christian Drosten riet im Herbst 2020, man solle alle seine Begegnungen aufzeichnen. Aufgrund des sich daraus ergebenden Clusters könne man dann die Infektionswege nachzeichnen. Sabine Lange hat schon seit Frühjahr 2020 alles aufgezeichnet: „Hier mein Cluster, Herr Drosten“, hält sie Deutschlands Chefvirologen entgegen. In vier Folgen wird Rubikon dieses ebenso zutiefst persönliche wie hochpolitische Tagebuch publizieren. Sabine Lange, Lyrikerin und Hans Fallada-Spezialistin, hat ihren Lebensgefährten Friedrich Lautemann an das Corona-Regime verloren. An die institutionelle Fürsorge und deren ganze Brutalität. Sie hat währenddessen Tagebuch geführt. Denn ihr letztes Versprechen lautete: Dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit soll zur Sprache werden. Eingebettet ist das Geschehen in die Geschichte zweier Menschen ― eine Liebesgeschichte. Teil 1 kizziert in aller Kürze die Biografie ihres Gefährten, bevor er ins Seniorenheim umzog, und beginnt dann mit dem eigentlichen Tagebuch. Der erste Beitrag datiert vom 15. März 2020 ― liegt also gut ein Jahr zurück.

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