Die Nato-Aggression gegen die Bundesrepublik Jugoslawien und die täglichen Berichte von den Bombardierungen serbischer Städte hatten den Autor Bernd Duschner 1999 tief aufgewühlt. Als Vater von drei, damals noch kleinen, Kindern empfand er die Luftangriffe auf Städte und ihre Bewohner als ein unerträgliches Verbrechen. Über Wochen verteilte er deshalb in seiner Stadt Pfaffenhofen an der Ilm selbstverfasste Flugblätter und gewann schließlich über Hundert Bürger, darunter mehrere Stadträte und den Bürgermeister, dafür, einen gemeinsamen Aufruf in der Lokalzeitung „Schluß mit den Bombardierungen, zurück zum Verhandlungstisch!“ zu veröffentlichen. Kurz Kriegsende gründete er mit Freunden den Verein „Freundschaft mit Valjevo e.V.“ und brachte am 5. Oktober 1999 den ersten Hilfstransport in das serbische Valjevo. Mitte April hat Duschner die Stadt wieder besucht. Nachstehend sein Bericht.
Vor 80 Jahren, am 6. April 1941, begann mit der Bombardierung Belgrads der Überfall des faschistischen Deutschlands auf Jugoslawien. Dreieinhalb lange Jahre Besatzung, geprägt von rücksichtsloser Ausplünderung des Landes und zahllosen Massakern an der Zivilbevölkerung, folgten. Das war die Rache der herrschenden Klasse in Deutschland dafür, dass die dortige Bevölkerung ihre damalige Regierung umgehend gestürzt hatte, nachdem diese dem gegen die Sowjetunion gerichteten Dreimächtepakt beigetreten war.

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