VW-Betriebsrats-Boss Osterloh kämpft lieber für Milliardäre statt Malocher – Die Folgen: Hass und Gewalt steigen, AfD und Radikale profitieren. Von Hans-Christian Lange, Vorsitzender der Band- und Leiharbeitergewerkschaft Social Peace.
Die Nachricht schlägt an den Fließbändern der Autokonzerne wie eine Bombe ein: Bernd Osterloh, der wichtigste IG-Metall-Boss eines deutschen Konzerns, wechselt auf einen Vorstandsposten der LKW-Tochter von VW, Traton. Nicht genug: Er wird dort zum passenden Datum, zum ‚Tag der Arbeit‘, zum Personalvorstand. So übernimmt er sogar die ‚Drecksarbeit‘ gegen die Arbeiter – denn er wird wohl den Abbau von 3-4.000 Mitarbeitern bei der Traton-Tochter MAN exekutieren. Damit immer noch nicht genug: Osterloh verdiente bisher zeitweise ungeheure 750.000 € im Jahr und setzt jetzt nochmal ein Gehalt von ca. 2 Mio Euro drauf. Kein Wunder, dass viele Band- und Leiharbeiter im Metallbereich das als ‚Verrat‘ empfinden.

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