Wir haben die Wahl zwischen Pest und Cholera. Die Pest: Wir tun, was sich Bill (Gates) mit seinem Freund Klaus (Schwab) und weiteren Passagieren der ersten Klasse unseres Völkerdampfers als „philanthropische“ Rettung der Welt ausgedacht haben. Wie das aussehen könnte, steht ganz unverhohlen in den Plänen des World Economic Forums (WEF), und Gates gibt es auch bei jeder Gelegenheit zum Besten. Sie machen also kein Geheimnis aus ihren Plänen — das zumindest kann man ihnen nicht vorwerfen. Und da der Autor Sven Böttcher bekanntermaßen gründlich ist, liefert er für jede noch so absurd klingende Absicht der Potentaten mindestens eine belastbare Quelle, die den Wahrheitsgehalt des Unvorstellbaren belegt. Das dystopische Morgen dieses Rettungsszenarios, Marke Bill, ist eine Welt der Transhumanisten, Eugeniker und Technokraten. Durch vollständige Kontrolle aller Prozesse des Lebendigen soll die Welt am Wissen und Wesen von Bill genesen. So weit zum Thema „Pest“. Wer sein Laune etwas aufbessern will, sollte auch den „Cholera“-Teil von Sven Böttchers Text lesen. Dieses Szenario ist ungleich angenehmer — und seine Protagonisten sind keine medienwirksamen Potentaten. Wir alle sind es.
