Corona hat quasireligiöse Züge angenommen. Fakt ist: Es spaltet die Bevölkerung in „Gläubige“, „Zweifler“ und „Ketzer“. Wirft man aus Sicht der Religionswissenschaft einen Blick auf die Krise, dann erkennt man: Das Virus nähert sich der Vergöttlichung, die Rituale der Glaubensgemeinschaft gleichen heiligen Handlungen. Es gibt eine schon einigermaßen ausgefeilte Sündenlehre und einen gut beschriebenen Heilsweg und überhaupt vieles, was eine Religion ausmacht. Aber kann man Corona überhaupt als neuartige Religion buchstabieren? Ein Theologe hat es gewagt — und landet unvermeidlich in der Satire.

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