Heute akzeptieren wir bereitwillig, dass alles vermarktet werden kann. Die Ursache dafür ist, dass Ökonomen mit ihren Theorien zu einer Art Ersatzreligion geworden sind, die unser Denken korrumpiert und uns dazu bringt, uns egoistisch und destruktiv zu verhalten. Diese These vertritt der britische Ökonom Jonathan Aldred[*] in seinem Buch „Der korrumpierte Mensch. Die ethischen Folgen wirtschaftlichen Denkens“. Udo Brandes hat es für die NachDenkSeiten gelesen.
Aldred ist der Auffassung, dass die Verhaltensweisen der Menschen in neoliberalen, kapitalistischen Gesellschaften ganz wesentlich durch die Theorien und Menschenbilder der Wissenschaft von der Ökonomie geprägt sind. Allerdings von Theorien und Menschenbildern, die in vielen Fällen einer empirischen Überprüfung nicht standhalten würden – aber trotzdem als politische Handlungsgrundlage dienten. Dazu hat er auch einen schönes Bonmot parat: