Facebook heißt jetzt Meta. Diese Veränderung ist nicht ganz so banal wie die Umbenennung des Schokoriegels „Raider“ in „Twix“ vor Jahren. Vielmehr darf dieser Schritt als offizieller Startschuss zum Post-Humanismus verstanden werden. Anvisiert ist die Schaffung einer Art von virtuellem Paralleluniversum, in dem die Menschen künftig mehr Zeit verbringen sollen als in der physischen Realität. Dabei handelt es sich nicht nur um ein technisch erweitertes Computerspiel im Sinne eines Holodecks. Aus dem Spiel kann rasch Ernst werden, wenn die Bürger auf diesem Wege ausspioniert, kontrolliert und je nach Wohlverhalten belohnt und bestraft werden. Freiheiten wären in dieser neuen Welt nur noch „Serviceleistungen“, die von den Anbietern als Fügsamkeitsprämie vergeben werden. Es wäre der Todesstoß für die bisher noch halbwegs funktionierende liberale Zivilgesellschaft.
