Jan Böhmermann wirft Gästen von Markus Lanz „Menschenfeindlichkeit“ vor, weil sie die Corona-Politik kritisieren. Der TV-Entertainer fordert gar eine „strenge, umfassende mediale und gesellschaftliche Qualitätskontrolle“, bevor bestimmten Meinungen eine Bühne bereitet werde. Der Vorgang steht, auch wenn er zunächst nebensächlich erscheint, exemplarisch für die bedenkliche Rolle, die sich Teile der Medienlandschaft inzwischen anmaßen. Von Tobias Riegel.
In den letzten Tagen sind verbale Angriffe auf den Talkshow-Moderator Markus Lanz vonseiten des TV-Entertainers Jan Böhmermann und anderen Stellen bekannt geworden. Der Vorgang mag für sich genommen nicht besonders relevant erscheinen – ebenso wie die TV-Figur Böhmermann. Aber die Episode steht stellvertretend für größere Entwicklungen in der deutschen Medienlandschaft, die der Meinungsvielfalt nicht gut tun. Und sie demonstriert das fragwürdige Bild, das Böhmermann und auch etwa Redakteure des Spiegel (vor allem seit Corona, aber bereits zuvor) von sich selber angefertigt haben und welche Rolle von Meinungs-Torwächtern sie sich anmaßen.

Weiterlesen auf nachdenkseiten.de