Ich kann natürlich nicht verbindlich sagen, wer die „Meldung“ erstattet hat. Aber ich rate Ihnen, sich selbst in meinem Video ein Bild zu machen (hier bei Rumble, ab Minute 17.38) – das ist viel aussagekräftiger als alles, was ich dazu sagen kann. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich Jung übrigens bei genau dem gleichen Pförtner beschwert, dass ich statt einer Maske einen Schal als Mund- und Nasenbedeckung trug. Obwohl das damals noch gestattet war. Auch damals war es dem Pförtner sichtbar unangenehm, dass er mich zurechtweisen musste, er entschuldigte es damit, er müsse es tun, weil es eine Beschwerde gegeben habe. (Siehe meinen Beitrag „(Corona-)Denunziation unter Journalisten“). Ich habe mich schon damals gewundert, was den Kollegen daran hinderte, einfach offen auf mich zuzukommen und mir zu sagen, dass er Probleme damit habe, dass ich einen Schal statt einer Maske nutze. Sich stattdessen hinter meinem Rücken zu beschweren, fand ich – nein, da fällt mir jetzt kein freundliches Wort ein. Zumal ich mutterseelenallein auf weiter Flur stand. Ich weiß nicht, wer mich heute „gemeldet“ hat, und ich überlasse es Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, sich nach Ansicht des Videos (hier) ein Urteil zu bilden. Ebenso wie ich es Ihnen überlassen möchte, ob das böse Wort „Denunziation“ hier angebracht ist oder nicht. Ich habe lange mit mir gehadert, ob ich es in der Überschrift stehen lasse. Und es meinem Team zur Diskussion gestellt. Dort sieht man es als Denunziation. Pat aus meinem Team meinte, früher habe man jemanden, der so etwas macht, als kleine, feige Petze bezeichnet. Aber jeder muss das für sich selbst entscheiden. Egal wie man es nennt: Mich bestürzt so ein Verhalten zutiefst. Es erinnert an finstere Zeiten und an genau solche Charakterzüge, die ich im 21. Jahrhundert in Deutschland für überwunden hielt. Naiverweise.

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